Nördliche Vogesen Tagesreise
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Tourdaten
Regionen
Elsaß Nördliche Vogesen
Land
Frankreich
Länge -
Tour-Beschreibung
Wer wie ich aus dem Großraum Stuttgart kommt, kann die 1. Etappe bei an und abreise über die Autobahn locker als Tagestour gestalten. Da bleibt genügend Zeit sich einiges unterwegs anzusehen.

Meine Empfehlung wäre bei der Anreise den Gr0ßraum Strasbourg zu meiden. Mein Vorschlag: schon bei Baden-Baden auf der B500 über den Rhein zu wechseln und die A35 auf der französischen Seite nach Süden benutzen.

Am Autobahnkreuz A35/A4 auf die A4 in Richtung Paris wechseln, die letzten 16 Kilometer
Sind dann leider gebührenpflichtig, aber bei € 1,20 je Moped noch erschwinglich, es spart Zeit.
Und wenn Ihr als Gruppe unterwegs sind, bietet sich die leere Autobahn schon mal für eine
Formationsübung an und es stört keinen, sofern Ihr nicht über 130 brettert.

Die Autobahn A4 bei der Ausfahrt Saverne verlassen, das kleine Städtchen ist dann auch unser erstes Anlaufziel.
Von der Ausfahrt folgt die Straße jetzt den Rhein-Marne Kanal, der heute noch von den kleinen Frachtschiffen und zunehmend von Freizeit-Kapitänen benutzt wird.

Wer jetzt von der Anfahrt eine Pause braucht, dem sei das kleine Lokal direkt am Kanal neben der Schleuse empfohlen, wir noch 10 min. Sitzfleisch hat, dem empfehle ich auf die
Burg Haut Barr hoch zu fahren. Warum?
1. kann man mit dem Moped bis vor die Burg fahren
2. hat man eine prima Aussicht über die Vogesen und das nördlich angrenzenden Lothringen.

Einfach den Hinweisschildern "Haute Barr" in der Stadt folgen, das ist nicht zu verfehlen.

Weiter geht die Reise am Kanal entlang, das heißt nach der Abfahrt von der Burg einfach links halten und weiter dem Kanal folgen in Richtung Lutzelbourg.
Ihr werdet sehen auch diese Städtchen hat eine sehr romantische Lage und sprüht einen gewissen Flair aus.
Achtung hier bitte vor der Brücke über den Kanal links abbiegen in Richtung St. Louis/ Arzviller.

Ein paar Kilometer weiter hinter Lutzelbourg taucht jetzt rechter Hand das berühmte Schiffshebewerk auf (Plan incliné). Hier überwinden Schiffe mit Hilfe eines Schrägaufzuges ca. 45 Höhenmeter auf eine Streich und sparen sich ca. 17 Schleusen die früher durchfahren werden mussten. Technik begeisterte Biker können einen Abstecher mach und das Bauwerk besichtigen.
Die Frachtschiffe befahren die Kanal noch aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Im Elsas wird viel Getreide, Mais, Rüben und Kartoffeln für die chemische Industrie angebaut und viele dieser Fabriken sind im nördlichen Lothringen angesiedelt.

Wir verlassen jetzt das Tal und fahren auf der D98 weiter in Richtung Süden und wählen für den Einstieg in die Vogesen die Route de Dabo, die D98 geht jetzt in die D45 über, der wir bergwärts folgen.
Aus der Ferne kann man schon den Solitärfelsen mit der Kirche sehen, aber bitte trotzdem die Hauptblickrichtung ist die Straße die jetzt immer kurviger wird.

Wer den Dabo besichtigen möchte, fährt durch den Ort Rothenbühl durch. Etwa 3 km nach dem Ort geht es in einer Kurve scharf rechts weg auf die Fahrstraße zum Dabo.
Achtung! In dieser Kurve stehen nach Regenwetter Pfützen und die sind oft mit Sand durchsetzt.
Wer die Kirche besichtigen möchte, der muss jetzt das Moped abstellen und in Sommertage wäre empfehlenswert möglichst alles was man nicht unbedingt braucht im Topcase und Koffern wegzupacken. Ist einen lange sehr sonnige, schattenlose Treppe. Der Weg lehnt sich, die Aussicht gigantisch!

Wenn alle genug geschaut haben, fahren wir weiter in Richtung Nideck, unsere Straße wird jetzt zur D218 die uns mit geilen Kurven verwöhnt, die über den Höhenzug und in das gegenüberliegende Tal anhalten.
Wir durchfahren kurz bevor die Talsohle erreicht ist, den Ort Niederhaslach. Bei dem dortigen Münster wäre für Raucher eine kleine Pause einzuschieben und sich bei der Gelegenheit das Münster genauer anzusehen.
Sehenswert sind die Wasserspeier rund um das Dach und das Innere ist auch nicht aus Pappe.
Wir Lust auf einen Mittagstisch hat, das gegenüberliegende Restaurant La Pomme d´Or hat einen sehr guten Ruf, ich habe dort auch schon genächtigt.

Die Fahrt geht weiter, jetzt in südwestliche Richtung, wir folgen dem breiten Tal der Bruche.
Hier bietet sich auch ausreichend Gelegenheit an den Tankstellen die Mopeds wieder aufzutanken. Wir fahren auf der D392 oder der parallelen D1420 (Schnellstraße) bis zu dem Örtchen Rothau. Dort biegen wir scharf links ab in die D130 und folgen dem Wegweiser zum Struthof, der uns jetzt wieder mit genialem Straßenbelag auf kurvigem Sträßchen Kurvenvergnügen bereitet.

Der Struthof ist eine Gedenkstätte und erinnert an ein Arbeitslager das dort in der Zeit bis 1945 von den Nationalsozialisten eingerichtet war.
Wer es besichtigen möchte sollte allerdings genügend Zeit mit bringen. Die Führungen dort sind mehrsprachig und werden professionell durch geschultes Personal durchgeführt.
Für französische Schulklassen ist das Pflichtprogramm, zu sehen an die vielen Reisebussen.

Motorradfahrern die wegen der Kurve hier sind, empfehle ich der Straße D130 weiter zufolgen und an der Einmündung in die D426 links zu fahren. Wir sind jetzt in Höher der ersten Ski-Gebiete in den Vogesen. Die D426 bringt uns jetzt an unser nächstes Zwischenziel dem Mont Saint Odile (Odillienberg).
Bei der Zufahrt mit Mopeds, einfach stur auf das Kloster zufahren, die Parkplätze für Dosen
erwecken bei uns kein Interesse, wir fahren auf dem Zufahrtssträßchen durch die Felsen durch. Oben auf dem Hochplateau steht immer eine nette Polizistin oder eine Kollege, und es gibt nach fragendem Blick immer per Handzeichen Stellplätze für Mopeds in erster Reihe.
Mopeds dort abstellen und rein ins Kloster. Von hier geniest man eine tollen Blick über die Rheinebene und den nahen gegenüberliegenden Schwarzwald. Ich meine es ist der einzige Punkt, von dem man die Schlote der Fabriken in der Karlsruher Ecke am oberen Ende des Schwarzwaldes und gleichzeitig den Belchen am unteren Ende sehen kann.

Genug gesehen? Dann empfehle ich für die Weiterfahrt jetzt dem steilen Sträßchen durch den Wald, rechts ab neben dem Zugang zum Kloster zu folgen, es führt uns in engen Kurven runter auf halbe Höhe bis Saint Nabor.

Wer sich bis jetzt in der Zeit vertrödelt hat, der kann von hier aus eine klassischen Abflug
In Richtung Obernai auf die A35 machen. Von hier bis Stuttgart sind es gut ca.
1 ½ Std Fahrzeit konform der StVO.

Für die anderen die es nicht eilig haben wäre das nächste Ziel über die D425, Andlau an
der Weinstraße. Dort geht es rechts haltend wieder in engen Kurven steil den Berg hinauf, das nächste Zwischenziel ist Le Howald. Wir folgen der neuen sehr gut ausgebauten Höhenstraße über den Col du Kreuzweg bis St. Martin. Kontrolle durch die Polizei sind im Elsass recht selten, hier auf diesem Streckenabschnitt sollte man allerdings auf sehr auffällig am Straßenrand geparkte blaue Autos achten.

St. Martin liegt wieder unten in einem Tal, dort fahren wir ein kurzes Stück links auf der D424 in Richtung Selestat bis zum Ort Villé. Dort biegen wir recht ab auf die D39 die uns nach Fouchy der ca. 1, 5 km nach dem Ort den Anfang des Col de Fouchy bildet.
Anmerkung von mir: diese Straße ist von der Streckenführung her einer der gelungensten Straßen für Motorradfahrer. Wer möchte kann versuchen seine Geschwindigkeit den Kurven und Geraden anzupassen und es stellt sich ein Art wundervoller Swing ein.

Die Abfahrt des Col de Fouchy endet in Liéprive.
Als Tagestour sollte man jetzt links weg der N59 folgen, diese bringt uns jetzt zügig bei Selestat zurück auf die A35 und in Richtung Heimat. Von hier bis Stuttgart sind es gut ca. 1 ¾ Std Fahrzeit konform der StVO.

Wer sich jetzt für eine Zweitagestour entschlossen hat, der macht es richtig und er sollte
sich jetzt langsam nach einem Quartier suchen, dazu fahren diese Tourteilnehmer auf der N59 nach rechts bis zum Ort Sainte-Marie-aux-Mines. Da sind günstigen Übernachtungen möglich und wir sind schon am Startpunkt des nächsten Routenteiles, der und dann über
die D416 wieder Sträßchen und Kurvenspaß ohne Unterlass bietet.
Die Streckenlänge ab Leonberg bis Sainte-Marie-aux-Mines beträgt ca. 340 km.

Der 2. Tag wird eine extra Bericht werden.

Auf eigene Fotos (außer dem Titelbild) habe ich in dem Bericht verzichtet, Google bietet unter jedem der
Stichworte viel Bildmaterial und Wissenswertes.

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