5 Tage Weserbergland - Tag 3
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Tourdaten
Regionen
Weserbergland
Land
Deutschland
Länge -
Tour-Beschreibung
Tag 3
Schon der Wetterbericht am Vorabend sorgte für keine gute Laune. Und so kam es wie es kommen musste, es regnete.
Pünktlich zur Abfahrt, hörte es auf zu regnen. Wirklich verheißungsvoll sah es beim Blick nach oben aber auch nicht wirklich aus und so starteten wir in Richtung des Köterbergs.
Der Köterberg, die höchste Erhebung in der Umgebung mit 495 Metern ü. NN, war bereits kurz hinter Stahle zu sehen. Kurz vor Ankunft am Köterberg, wurde wir dann durch die, von uns unterschätzten, Querrillen wachgerüttelt. Kein Wunder wenn man mit 80 Km/h drüber fährt. Oben angekommen hatten wir einen, trotz des schlechten Wetters, guten Ausblick über die gesamte Region. Aufgrund der noch sehr frühen Tageszeit (10:00) waren wir die einzigen die sich hierher verirrt hatten.
Es dauerte jedoch nicht lange und es begann erneut zu regnen. Wir machten uns schnell aus dem Staub, denn unser nächstes Ziel, die Altstadt von Hameln, wollten wir möglichst trocken erreichen. Nur einige Kilometer später wurden die Straßen immer kurviger aber der Regen auch immer mehr und so wurde aus unserem Plan Hameln im trockenen zu erreichen nichts.
In Hameln parkten wir die Mopeds in einer Tiefgarage und machten uns auf den Weg in die Altstadt. Der Regen hatte zum Glück wieder aufgehört und so bestaunten wir die wunderschönen Bauwerke, bei strahlendem Sonnenschein.

Bekannt wurde die Stadt durch die Sage des Rattenfängers von Hameln aus dem Jahre 1284.
Der Sage nach ließ sich im Jahre 1284 zu Hameln ein wunderlicher Mann sehen. Er gab sich für einen Rattenfänger aus, indem er versprach, gegen ein gewisses Geld die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien. Hameln litt zu dieser Zeit unter einer großen Rattenplage, derer die Stadt selbst nicht Herr wurde, weshalb sie das Angebot des Fremden begrüßte.
Der Rattenfänger zog sein Pfeifchen oder Flöte heraus und pfiff eine Melodie. Da kamen die Ratten und Mäuse aus allen Häusern hervorgekrochen und sammelten sich um ihn herum. Als er nun meinte, es wäre keine zurückgeblieben, ging er aus der Stadt hinaus in die Weser; der ganze Haufen folgte ihm nach, stürzte ins Wasser und ertrank. Als aber die Bürger sich von ihrer Plage befreit sahen, reute sie der versprochene Lohn, und sie verweigerten ihn dem Mann, so dass er zornig und erbittert wegging.
Am 26. Juni kehrte er jedoch zurück in Gestalt eines Jägers, mit schrecklichem Angesicht, einem roten, wunderlichen Hut und ließ, während alle Welt in der Kirche versammelt war, seine Flöte abermals in den Gassen ertönen. Alsbald kamen diesmal nicht Ratten und Mäuse, sondern Kinder, Knaben und Mägdlein vom vierten Jahre an in großer Anzahl gelaufen. Diese führte er, immer spielend, zum Ostertore hinaus in einen Berg, wo er mit ihnen verschwand. Es waren ganze 130 Kinder verschwunden.
(Gekürzt aus Brüder Grimm: Deutsche Sagen, Nr. 245, Die Kinder zu Hameln)

Nachdem wir uns um 13:00 Uhr das Glockenspiel zur Sage des Rattenfängers angeschaut hatten, sollte es nun weitergehen. Und wie es kommen musste, begann es natürlich wieder zu regnen. Diesmal allerdings nur sehr leicht und schon als wir Hameln verlassen hatten hörte es wieder auf.
Der nächste Höhepunkt des Tages stand uns nun bevor. Eine Fahrt mit der Gierseilfähre von Frenke nach Grohnde. Für 1,50 Euro pro Person ging es zügig an das andere Ufer der Weser. Über Hehlen und Bodenwerder ging es nun in die Rühler Schweiz. Die mit jeder Menge Kurven übersäte Strecke, von Rühle nach Golmbach ist ein wahrer Genuss für jeden Motorradfahrer. Der wiedermal einsetzende Regen vermieste das Ganze leider ein wenig und so ging es zügig weiter Richtung Uslar, wo unser nächster Halt anstand. Die Strecke nach Uslar über Bevern, Dassel, Moringen und Hardegsen, überzeugte zwar weniger mit tollen Kurven jedoch mit einer schönen Landschaft. Kurz vor Uslar kam es wie es kommen musste. Der nächste starke Regenschauer erwischte uns und so kamen wir ziemlich durchnässt und auch ziemlich genervt beim Bikers Point in Uslar an.
Nachdem wir uns die tollen Mopeds und die vielen „Einbauküchen“ (Goldwings) angeschaut hatten, stärkten wir uns in Eddys Biker Grill für die Rückfahrt. Bei dem Anblick unserer Motorräder konnten einem schon die Tränen kommen. So dreckige Moped habe ich selten gesehen.
Da wir durch den ständigen Regen schon ziemlich durchnässt waren, beschlossen wir die Tour abzukürzen und so fuhren wir statt weiter Richtung Göttingen zu fahren, Richtung Holzminden/Höxter. Das wiederum sollte sich als echter Glücksgriff herausstellen. Wo der erste Teil der Strecke, von Uslar bis nach Neuhaus im Solling, mit einer traumhaft schönen Landschaft überzeugte. Überzeugte der zweite Teil, von Neuhaus im Solling bis nach Boffzen mit Kurven, Kurven und nochmals Kurven. Schlagartig wurde auch die Laune wieder besser. Erstrecht als wir unsere Moped, nach einer kurzen Wäsche mit dem Hochdruckreiniger, wiedererkennen konnten. Zu guter letzt schauten wir dann noch mal kurz bei der Tonenburg vorbei. Die Tonenburg wurde 1315 von Abt Ruprecht von Horhausen zur Verteidigung gegen die Braunschweiger Herzöge und die Grafen von Everstein, die auf der benachbarten Burg Everstein in Polle saßen, errichtet.
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