Bokor Hill Tour in Kambodscha
Autor
 
ulinho
13*** Berlin
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Tourdaten
Regionen
Kambodscha, Asien, Bokor-Hill, Kampot
Land
...sonstiges
Länge -
Tour-Beschreibung
Am Vorabend hatte ich bei dem Moped-Vermieter in Kampot meinen kleinen Roller gegen eine ältere Honda CB 223 ccm mit 16 PS getauscht. Ich hatte die Befürchtung, dass der kleine 125er sich zu Tode schnauft, wenn er mit der besten Ehefrau der Welt und mir den Berg hoch soll.
Die Fahrt zum ca 1.000 m hohen Bokor Hill ist etwa 50 Km lang. Nach dem Frühstück ging‘s um ca. 08:00 Uhr los. Es war noch nicht so heiß.
Bis auf die Überquerung der alten Brücke in Kampot, die ausschließlich für Mopeds freigegeben ist. Das war wirklich heiß. Am Anfang und am Ende der Brücke stehen drei Stahlpoller in einem Abstand einer Mopedlenkerbreite, damit sich dort keine PKW hin verirren. In allen Richtungen werden alle drei Ein-und Auffahrten zur Brücke von hunderten Mopeds benutzt. Man kann sich vielleicht das Chaos dort vorstellen.
Nach der Brücke geht‘s noch einige 7 Kilometer durch die wuselige Kleinstadt bis man - kaum zu übersehen - zum Abzweig rechts auf die Landstraße „Nr 32“ in den Nationalpark kommt,
Der Straßenbelag der Serpentinen ist sehr gut und es gibt hier kaum noch Verkehr. Nur einige Touris, die entweder mit Rollern oder in Kleinbussen den Berg hinauf cruisen. Es gibt einige Stellen, wo man anhalten und einen schönen Blick vom Berg genießen kann. Man sollte aber unbedingt auf seine sieben Sachen achten, denn wir haben dort einige Affen gesehen, die frech werden können wenn sie Kekse o.ä. in menschlichen Rucksäcken vermuten.
Unser erster Stopp war dann am Black Palace des alten Königs Sihanouk. Mittlerweile eine Ruine, die durch ein paar Graffitis etwas Farbe abbekommen hat. Oben auf dem Berg steht eine 29 m hohe Statue von Lok Yeay Mao, eine mythische Gottheit des Buddhismus und Brahmanismus in Kambodscha. Lok Yeay Mao ist für die Ruhe und den Frieden in den Wäldern und an den Küsten verantwortlich. Deshalb schadet es auch nicht, wenn man für die sichere Weiterfahrt dort ein paar Räucherstäbchen opfert und den Tierfiguren über die Nasen streichelt.
Weiter geht‘s über die Strasse "Nr 32" auf dem Bergrücken entlang bis zu einem Tor, der Einfahrt zu dem eigentlichen Bokor National Park. Eigentlich heißt in dem Fall aber, dass hier die Natur immer mehr von chinesischen Bauprojekten zugepflastert wird. Überall sind entweder Bauruinen oder Baustellen wo neue Bauruinen entstehen. Zentrales Gebäude dieses Gebiets ist ein potthässliches 5 Sterne Hotel mit einem riesigen Casino. Wie man weiß, zockt der Chinese sehr gerne und viel. Die Bank freut es, denn die gewinnt ja bekanntlich immer.
Folgt man der Hauptstraße in Richtung Süden kommt man zur Ruine einer alten Kirche und weiter zum frisch renovierten Le Bokor Palace Hotel. Beide Gebäude stehen am Hang des Plateaus, von dem man eine schöne Panoramasicht auf die Küstenlinie hat.
Auf dem Weg zurück sind wir vor dem Casinohotel links abgebogen. Vorbei an einer Art Flugzeughangar und einem buddhistischem Tempel kommt man nach einer Weile in das Gebiet der 100 und der 500 Reisfelder. Mit dem asiatischen Hauptnahrungsmittel hat das aber nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um Felder mit Steinformationen, die zusätzlich mit weiteren Steinen aufgetürmt wurden und wohl der Meditation dienen.
Der Weg zu den 100 Rice Fields war mit einer Kette - die über die Straße hing - abgesperrt und nachdem ich den zuständigen Pförtner geweckt hatte, verlangte er von uns ein paar Dollar für die Weiterfahrt. Ich habe ihm verständlich gemacht, dass er sich wieder hinlegen kann, da wir sein Angebot ablehnen und lieber zum Popokvil Wasserfall und zum Bokor Lake fahren werden.
Der Wasserfall hatte kaum Wasser da wir in der Trockenzeit unterwegs waren und am See war es auch ziemlich enttäuschend. Das Seewasser war sehr braun, es wimmelte darin allerdings von Fischen, die wohl auf eine Fütterung warteten. Es war keine weitere Menschenseele zu sehen und insgesamt war die ganze Gegend ziemlich abgerockt.
Wir beschlossen deshalb wieder runter nach Kampot zu fahren um dort eine amtliche Nudelsuppe mit handgemachten, gefüllten Dumplings und eine leckere Portion Pfannkuchen mit Entenfleisch an Hoisin Sauce zum Selberwickeln zu verspeisen. Den Suppenladen hatten wir schon ein paar Tage vorher entdeckt und für sehr gut befunden.
Im Ort gab es auch Petras Schnitzelhouse. Die hatten aber glücklicherweise noch nicht geöffnet. Außerdem muss ich in Asien nicht wirklich Jägerschnitzel, Currywurst oder Pfannengyros essen.
Dann doch schon eher leckere Tartelletes und Eiskaffee als Dessert in der original französischen Patisserie.

Gut gesättigt sind wir dann zurück in unser Hotel gefahren und haben den restlichen Nachmittag schön am Pool gechilled.
Bilder


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